DTZ 23-2026
Shownotes
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00:00:00: Wir kommen zu einer neuen Folge von Tabakflash, dem Podcast der DTZ Die Tabakzeitung.
00:00:07: Schön dass Sie wieder dabei sind!
00:00:08: Genau wir befassen uns heute mit der Ausgabe Nummer drei und zwanzig vom dritten Juni zwei tausendzechsundzwanzig.
00:00:14: Und vorab für sie noch kurz zur Transparenz diese tiefgehende Analyse unserer Quellen wurde mit Unterstützung von künstlicher Intelligenz erstellt.
00:00:25: So, stellen Sie sich mal vor, sie gründen mit zweiundsechzig Jahren ein völlig neues Geschäft.
00:00:30: Ein mutiger Schritt?
00:00:32: Absolut!
00:00:33: Und zwar nicht irgendeines sondern einen Tabakfachhandel und das in einer Branche die ja von der Politik mit immer neuen Regulierungen überzogen wird.
00:00:43: Verrückt oder?
00:00:44: Naja vielleicht ein bisschen.
00:00:45: Ja aber Irene Seiler hat genau das getan und damit heute – mit stolzen – achtundachtzig Jahren eine ... extrem krisenfeste Goldgrube geschaffen.
00:00:55: Wir wollen heute mal klären, wieso eine Erfolgsstory in einem Marktumfeld überhaupt funktioniert?
00:01:00: Einem Umfeld das ja von harter politischer Regulierung und einer quasi stagnierenden Gesamtwirtschaft geprägt ist.
00:01:07: Ja genau dieser Spagat ist das zentrale Thema unserer heutigen Analyse.
00:01:13: Wenn wir verstehen wollen, warum Konzepte wie das von Frau Seiler oder auch diese massiven Investitionen der großen Filialisten aktuell überhaupt noch funktionieren, dann müssen wir uns zuerst mal das Fundament ansehen.
00:01:24: Richtig!
00:01:24: Also die Basis auf der Sie als Hänge agieren?
00:01:27: Ganz genau – den nackten Zahlen zum Konsumverhalten und eben dem politischen Druck, der daraus abgeleitet wird.
00:01:34: Da liefern uns die neuen Daten des Statistischen Bundesamtes also der Status Anlässlich des Welt-Nichtrauchertags ein sehr klares Bild.
00:01:42: Die Raucherquote richtig.
00:01:44: Ja, die liegt in Deutschland bei knapp einem Fünftel der Bevölkerung.
00:01:48: Das ist im Vergleich zu zwanzig einundzwanzig eigentlich nahezu stabil geblieben und bei den fünfzehn bis siebzehnjährigen das es spannend sehen wir sogar nur eine Quote von fünf Prozent.
00:02:00: Moment da muss ich direkt mal den Advokatus Diaboli spielen.
00:02:04: Wir klopfen uns als Branche jetzt für diese fünf Prozent auf die Schulter und loben die strengen Alterskontrollen an der Kasse, aber wenn ich jetzt als Gesundheitspolitiker auf die Zahlen des Bundesinstituts für öffentliche Gesundheit schaue sehe ich dort fast zehn Prozent bei den
00:02:19: Jugendlichen.".
00:02:20: Ah!
00:02:21: Das ist ein klassischer Punkt?
00:02:23: Ja also suchen wir uns hier nicht einfach die Distateszahlen heraus weil sie ... naja... weil Sie für uns bequemer sind.
00:02:30: Der Vorwurf der Rosinenpickerei liegt natürlich extrem nahe, greift aber methodisch eigentlich zu kurz.
00:02:36: Wir müssen uns ansehen wie diese beiden Institutionen überhaupt messen – das Bundesinstitut für öffentliche Gesundheit erfasst in seinen Umfragen oftmals den reinen Probierkonsum!
00:02:47: Ja?
00:02:48: Wenn ein Jugendlicher auf einer Party einmal an eine E-Zigarette zieht, taucht es in bestimmten Erhebungen sofort als Konsum auf.
00:02:55: Die Status hingegen misst den Habituellen also dem tatsächlichen Gebrauch….
00:02:59: Das
00:02:59: ist wirklich ein riesiger Unterschied.
00:03:01: Absolut!
00:03:02: Und Chefredaktor Mark Reißner bringt das in seinem aktuellen Leitartikel, in die Tabakzeitung auch hervorragend auf den Punkt.
00:03:09: Er warnt wirklich davor dass dieser gelegentliche Probierkonsum von der Politik massiv aufgebauscht wird?
00:03:16: politisches Agendasetting zu betreiben, nämlich an.
00:03:18: Ganz
00:03:18: genau!
00:03:19: Anstatt ihre messbaren Erfolge im stationären Handel beim Jugendschutz anzuerkennen – denn sie als Händler kontrollieren ja die Ausweise – wird damit maximal ungünstig ausgelegten Zahlen operiert, einfach um das Fundament für die nächste Verbotsrunde zu gießen.
00:03:36: Und wie dramatisch solche Verbotsrunden enden können?
00:03:39: Da sehen wir ganz aktuell in Frankreich….
00:03:41: Ohja... Ein absolutes Negativbeispiel.
00:03:44: Da
00:03:45: sprechen wir ja nicht mehr über irgendwelche Werbeverbot oder Auslagebeschränkungen, nein!
00:03:50: Wir reden über eine waschechte Kriminalisierung von Nikotin-Pouches.
00:03:54: Wer in Frankreich Pouches nutzt, besitzt oder auch nur erwirbt riskiert bis zu fünf Jahre Haft und vierhunderttausend Euro Strafe.
00:04:04: Wahnsinn, oder?
00:04:05: Das ist ne völlig andere Eskalationsstufe Der Prohibition.
00:04:09: Eine Eskalationsstufe, die volkswirtschaftlich und auch gesundheitspolitisch hochgradig gefährlich ist?
00:04:16: Wissen Sie ein solches Totalverbot löst die Nachfrage der Konsumenten ja nicht in Luft auf.
00:04:22: Nein natürlich nicht!
00:04:23: Es zwingt den gesamten Markt einfach nur unter die Oberfläche.
00:04:26: Ja ähm ... Prohibicion ist ja im Grunde wieder Versuch einen leckendes Wasserrohr zu reparieren indem man einfach den Wasserdruck im System massiv erhöht.
00:04:35: Schönes Bild, ja!
00:04:36: Das
00:04:36: Wasser verschwindet nicht.
00:04:38: Das Rohr platzt einfach an der schwächsten Stelle und das ist dann der völlig unregulierte Schwarzmarkt wo sich halt niemand für Steuermarken, Inhaltsstoffe oder gar das Alter des Käufers interessiert.
00:04:48: Eine sehr treffende Beobachtung der Marktdynamik Und wir haben in Deutschland bereits ein Segment indem dieses Wasserrohr um in ihrem Bild zu bleiben gewolltige Risse hat.
00:05:00: Richtig, der Bundesverband der Tabakwirtschaft und neuartiger Erzeugnisse hat zum Weltnichtrauchertag Zahlen des Fraunhoferinstituts veröffentlicht.
00:05:10: Demnach ist fast jede zweite konsumierte Einwege-Zigarette in Deutschland illegal!
00:05:16: Fast fünfzig
00:05:18: Prozent.
00:05:18: Das sind Geräte, die gesetzliche Füllmengenbegrenzungen von zwei Milliliter komplett ignorieren, die weisen oft völlig überhöhte Nikotinwerte auf und werden am Fiskus vorbei direkt aus dem Kofferraum oder eben über dubiose Social-Media Kanäle verkauft.
00:05:35: Was für Sie als Rechtsstreuerhändler natürlich ein massiver Margenkiller ist?
00:05:39: Ich meine sie halten sich an alle Vorgaben, zahlen ihre Steuern, weisen Jugendliche ab und der illegale Händler an der Straßenecke schöpft einfach den Profit ab.
00:05:47: Wie reagiert die Branche darauf eigentlich
00:05:49: strukturell?
00:06:13: Über diese Plattform können illegale Verkäufe direkt gemeldet werden.
00:06:17: Die strategische Forderung des Verbands zielt auf eine rechtssichere Regulierung ab – nehmen wir mal die rund ¼ Millionen Pouch-Nutzer in Deutschland!
00:06:27: Anstatt eines französischen Defaktoverbots braucht es hier klare Nikotinobergrenzen und verbindliche Kennzeichnungspflichten.
00:06:34: Ja, weil nur ein regulierter Markt für sie als seriöse Fachhändler auch im bewirtschaftbarer Markt ist?
00:06:39: Ganz genau!
00:06:40: Lassen
00:06:40: Sie uns an dieser Stelle den Blickwinkel vielleicht noch etwas weiten.
00:06:43: Wir haben jetzt über diesen enormen regulatorischen und politischen Druck gesprochen.
00:06:48: Richtig!
00:06:49: Dazu kommt aber noch ein makroökonomisches Umfeld, das... naja Alles andere als rosig ist, also das IAB Arbeitsmarktparometer tritt quasi auf der Stelle.
00:06:58: Wir verzeichnen Jobverluste in der Kernindustrie und der DAIK schlägt Alarm und meldet bei den Unternehmensinsolvenzen das höchste Niveau seit zwölf Jahren.
00:07:06: Eine sehr angespannte Lage!
00:07:08: Absolut die Puffer vieler Betrieben sind komplett weggeschmolzen Und da muss ich jetzt hier mal einhaken.
00:07:14: wenn die Binnenwirtschaft derart schwächelt Wieso lesen wir in die Tabakzeitung dann von massiven Millionen Investitionen in den Ausbau von Fachgeschäften?
00:07:23: Das ist ein guter Punkt.
00:07:24: Das
00:07:24: widerspricht doch auf den ersten Blick jeder kaufmännischen Vorsicht, oder nicht?
00:07:28: Es
00:07:28: widerspricht der kaufmannischen Vorsacht eigentlich nur dann wenn man davon ausgeht dass das Geschäftsmodell des Tabakhandels star bleibt.
00:07:36: Wissen Sie wer heute nur noch Schachteln über den Tresen schiebt, der wird von diesem wirtschaftlichen Druck einfach erdrückt!
00:07:43: Ja
00:07:44: da stimmt.
00:07:45: Wer aber sein Konzept anpasst findet gerade jetzt enorme Wachstumschancen.
00:07:50: Die Unternehmensgruppe Dr.
00:07:51: Eckert liefert uns hierfür das perfekte Anschauungsmaterial, das Unternehmen agiert extrem antizyklisch
00:07:58: mitten in der Krise.
00:07:59: Ja
00:07:59: genau mitten dieser Krisenstimmung modernisieren sie ihre wichtigsten Knotenpunkte.
00:08:05: Das betrifft ja zum Beispiel die Barbarinophiliale im Heidelberger Hauptbahnhof.
00:08:09: Die wurde unter der Leitung von Wolfram Suchi komplett neu gebaut, forty-seven Quadratmeter eine extrem offene helle Raumgestaltung
00:08:18: Und parallel gab es in Dresden-Neustadt unter der Filialeiterin Kerstin Dubrau ein wirklich umfangreiches Rebranding der dortigen Eckartfiliale.
00:08:28: Auf großzügigen, hundertsiebzig Quadratmetern.
00:08:31: Wahnsinn!
00:08:33: Der Mechanismus dahinter ist wirklich faszinierend... Die bauen nicht einfach nur schönere Regale für Zigaretten.
00:08:40: Der Fokus verschiebt sich dort fundamental in Richtung risiko reduzierte Alternativen, Vapes und – das ist ganz wichtig für diese Hochfrequenzstandorte umfassender Pendlerservices.
00:08:51: Diese architektonische und sortimentechnische Öffnung signalisiert dem Kunden ja auch ganz klar wir sind kein dunkler Kiosk von gestern Wir sind ein moderner Dienstleister.
00:09:02: Exakt!
00:09:03: Und diese Verlässlichkeit des stationären Handels, also selbst in Krisenzeiten echte Präsenz zu zeigen hat einen enormen Wert für die Partner der Branche.
00:09:12: Ah, wie neulich bei Lotto.
00:09:13: Genau!
00:09:14: Lotto Baden-Württemberg hat erst kürzlich seine langjährigen Annahmestellenläuter auf dem Stuttgarter Fernsehturm geehrt.
00:09:22: solche Partnerschaften dokumentieren einfach dass der physische Fachhandel als lokale Ankerpunkt total unverzichtbar ist.
00:09:30: er bringt Frequenz und er schafft Vertrauen.
00:09:33: Wenn wir von Frequence und Vertrauen sprechen müssen wir uns eigentlich die unterschiedlichen Enden des Spektrums ansehen.
00:09:40: Doktor Eckert bedient an den Bahnhöfen eine hohe Frequenz mit schnellem, modernen Service.
00:09:46: Ja Wenn ich mir in unserer Quellenlage aber das Porträt der Rauchkultur Seiler in Benzheim an der Bergstraße anschaue sehen wir das exakte Gegenteil Tiefe statt Breite.
00:09:56: Ein tolles Beispiel
00:09:58: Für mich eine der beeindruckendsten Case Studies.
00:10:02: Irene Seiler, heute achtundachtzig Jahre alt und ihr zweiunddreißigjähriger Enkel Fabian Krömmker führen das Geschäft gemeinsam.
00:10:10: Aber wie überlebt ein solches traditionelles Premium-Modell wenn jüngere Kunden laut Marktforschung gar nicht mehr diese riesigen Mengen konsumieren?
00:10:19: Die kaufen ja keine drei Kisten Stammzigaren mehr im Monat!
00:10:22: Ja, die Überlebensstrategie legt hier in der massiven Aufwertung der Marge durch das reine Erlebnis.
00:10:29: Fabian Krömmker analysiert diesen Wandel der Kundschaft im Artikel wirklich messerscharf – er sagt, die jüngere Generation konsumiert weniger in der Menge aber sie genießt bewusster!
00:10:39: Qualität über Quantität quasi.
00:10:41: Genau, sie sind bereit für ein exklusives Produkt und die dazugehörige Fachberatung deutlich mehr Geld auf den Tisch zu legen.
00:10:49: Die Rauchkultur Seiler hat sich dafür extrem spätzpositioniert.
00:10:53: Ja Sie sind einer von landesweit nur seventy ausgewiesenen Habanos Specialists
00:10:58: Was für das Geschäftsmodell einen gewaltigen Hebel bedeutet.
00:11:03: Dieser Status garantiert den Zugriff auf absolut limitierte Ware und einen starken Fokus auf das Kuba-Sortiment.
00:11:11: Sie bieten über Laura Chavin sogar eine eigene Zigarrenmarke namens Grand Dame an, und sie mischen exklusive Pfeifentabacke.
00:11:19: Aber wie bringt man den Kunden dazu wirklich den Weg nach Benzheim auf sich zu nehmen?
00:11:24: Anstatt diese Produkte einfach online zu suchen!
00:11:26: Durch Formate wie Genus-Events und die neu eingeführten Walk in Tastings am Nachmittag im hauseigenen Raucherkabinett.
00:11:35: Lassen Sie uns den geschäftslichen Mechanismus dahinter mal beleuchten!
00:11:39: Ein Tasting ist weit mehr als eine nette Veranstaltung, es ist ein hochgradig effizienter BtoB & BtoC Funnel.
00:11:47: Ein Kunde kommt herein setzt sich in einen Ledersessel riecht.
00:11:51: das Deckblatt bekommt von einem echten Experten die Fermentierung erklärt.
00:11:55: Es geht um das Erlebnis.
00:11:57: Exakt, diese haptische emotionale Erfahrung schafft eine Kundenbindung die ein anonymer Warenkorb-Button im Internet niemals, also wirklich niemals simulieren kann!
00:12:09: Aus einem einmaligen Probierer wird so ein loyaler Stammkunde.
00:12:13: Die Tatsache, dass Kunden für diesen Service extra aus Berlin oder sogar aus Wien an die Bergstraße reisen – das beweist ja schon wie krisenresistent echte Beratungskompetenz heute ist.
00:12:24: Das ist sie definitiv!
00:12:25: Sie
00:12:25: brauchen als Händler für diese Art der Premiumberatung allerdings zwingend die passenden Werkzeuge.
00:12:30: Also Produkte, die eine Geschichte erzählen, die es wert ist am Tresen geteilt zu werden.
00:12:35: Richtig
00:12:36: Ein exzellentes Beispiel dafür ist die neue Zigarre La Capitana Toro von Williger.
00:12:42: Die wird gerade im US-Magazin Ciga Aficionado mit zweiundneunzig Punkten, also dem Prädikat Outstanding gefeiert.
00:12:50: Aber zweiund neunzig Punkte auf einer Bandarole zu haben ist ja das eine – wie verwandelt ein Händler diese Bewertung in klingende Münze in seiner eigenen Kasse?
00:12:59: Das gelingt wirklich nur dann, wenn der Hersteller den Vertriebsweg aktiv unterstützt.
00:13:04: In dem sehr aufschlussreichen Interview in die Tabak-Zeitung erläutern Desiree Leers und Felix Wallenhorst von Williger die BtoB Mechanik hinter diesem Produkt.
00:13:13: Die werfen die Zigarre also nicht einfach in den Großhandel?
00:13:15: Genau!
00:13:16: Williger wirft die Zigarre nicht einfach unkommentiert auf den Markt.
00:13:19: Es gibt einen stark selektiven Vertrieb.
00:13:22: Die Zigarre wird in einer sehr auffälligen türkisfarbenen zwanziger Holzkiste geliefert, was im Humidor sofort als visuelle Anker funktioniert.
00:13:31: Der entscheidende Support für den Handel ist jedoch die sogenannte Ambassador-Tour.
00:13:37: Der Vertrieb von Williger geht physisch zu den Händlern vor Ort veranstaltet Events und pusht das Produkt im direkten Kundenkontakt.
00:13:45: Das nimmt dem Händler natürlich das Erklärungsrisiko ab.
00:13:48: Und generiert unmittelbare Abverkäufe!
00:13:51: Eine klassische Win-win-Situation im Vertrieb.
00:13:54: Aber wir dürfen den Blick nicht nur auf Zigarren verengen, wenn wir über margenstarke Beratungsprodukte sprechen.
00:14:01: Der große Spezialreport in die Tabakzeitung widmet sich nämlich einem Segment, dass oft zu Unrecht als Verstaubt gilt aber massives Potenzial für den Fachhandel birgt Dem Pfeifentabak.
00:14:13: Oh ja?
00:14:14: Pfeifentabak ist für beratungsstarke Händler ein hoch profitabeles Terrain.
00:14:19: Fauen liefert hier mit der Serie Auenland eine Blaupause dafür, wie modernes Storytelling wirklich funktioniert.
00:14:26: Ah Herr der Ringe oder?
00:14:27: Genau diese Richtung!
00:14:29: Der Tabak, eine Mischung aus Virginia, Cavendish und Burley veredelt mit Orangen-und Fürsicheromen ist seit Jahrzehnte ein echter Bestseller.
00:14:41: Der Erfolg beruht aber nicht nur auf der Rezeptur sondern auch auf der Assoziationskette die das Produkt im Kopf auslöst.
00:14:48: Ja!
00:14:49: Storytelling als treibende Kraft für das Merchandising.
00:14:53: Wenn Sie einem Neukunden den Auenland-Tabak präsentieren, öffnen sie im Grunde das Tor zu einer ganzen Fantasiewelt – der Kunde kauft einen Miniurlaub vom Alltag!
00:15:04: Und der betriebswirtschaftliche Hebel?
00:15:05: Für Sie als Händler?
00:15:07: Das Crossselling.
00:15:08: Wer sich von dieser Welt einfangen lässt, kauft nicht nur die Tabakdose sondern fragt fast zwangsläufig nach den passenden charakteristischen langstieligen Pfeifen.
00:15:18: Einberatungsschritt Zwei Margenbringer.
00:15:20: Das ist stationäre Handel, paar
00:15:22: Exzellents.".
00:15:23: Und neben diesem rein visuellen Ansatz gibt es Hersteller die über eine extreme Sortimenz tiefe und Partnerschaftlichkeit punkten.
00:15:32: Nehmen wir Pöscheltabak!
00:15:34: Die kennt man ja eher vom Schnupftabak.
00:15:36: Richtig, im Kopf vieler Verbraucher ist das Primär-Schnupftabback aber sie agieren als starke Nummer zwei im deutschen Pfeifentabakkmarkt.
00:15:45: mit rein wie Sundays Fantasy und insgesamt neunzehn verschiedenen Pfeifen Tabak Sorten liefern Sie dem Handel ein absolutes Komplettpaket.
00:15:53: Und wie unterstützen die den Handel vor Ort?
00:15:56: Der Mechanismus für den Händler ist hier die enge Taktung und die Unterstützung durch den Außendienst von Pöschel.
00:16:03: Der sorgt dafür, dass das Regal immer optimal auf die lokale Käuferschaft abgestimmt ist.
00:16:08: Sehr wichtig!
00:16:10: Und um das Portfolio für die echten Liebhaber abzurunden braucht es ja noch die handwerklichen Spezialitäten.
00:16:17: Der Sligobay von Dan Tobacco ist hier ein gutes Beispiel.
00:16:21: Ein toller Tabak.
00:16:22: Ja, das sind ein Ready Rub-Tabak in weichen braunen Tönen.
00:16:26: Lassen Sie uns das kurz für die Kollegen einordnen, die vielleicht sonst eher im Zigaretten-Geschäft zu Hause sind.
00:16:32: Warum ist Ready Rub so wichtig?
00:16:34: Weil es die Hürde senkt!
00:16:36: Genau – Es senkt die Einstiegshürde.
00:16:39: Bei einem klassischen Flake-Tabak muss der Raucher die gepressten Scheiben erst aufwendig selbst zerreiben.
00:16:44: Ein Ready Rub Tabak wurde bereits vorab aufgelockert.
00:16:48: Er lässt sich ganz unkompliziert stopfen.
00:16:50: Das nimmt die Frustration.
00:16:52: Exakt!
00:16:52: Sie können dieses Produkt also auch einem Pfeifeneinsteiger guten Gewissens verkaufen, ohne dass er zu Hause genervt aufgibt und das sichert ihnen den Folgekauf.
00:17:01: Dazu kommen natürlich noch die Hardware-Innovationen, die ja immer ein modisches Assessoire sind.
00:17:07: Cobp Pipes hat beispielsweise die Fezant-Pipe von Retrace im Programm
00:17:11: Die mit dem Fasan
00:17:12: Genau Das Design orientiert sich optisch an den braunen Tönen des Federkleids eines Versahns aus dem Schottissen Hochmoren.
00:17:21: Das ist dann kein reines Konsumgut.
00:17:23: näher, das ist ein echter Gesprächsaufhänger für ihre Vitrine.
00:17:28: Wahnsinn!
00:17:28: Ja und während wir hier intensiv über die Bewahrung von Traditionen und hochklassigem Genuss sprechen formieren sich am Rande der Branche völlig neue Märkte die aktuell rasant professionelle Strukturen aufbauen.
00:17:41: Sie spielen auf Cannabis an?
00:17:43: Ja, richtig.
00:17:44: Im Juni findet die Mary Jane-Messe in Berlin statt und mit erwarteten siebzigtausend Besuchern ist das – das ist Kanischen-Event mehr!
00:17:52: Der Cannabismarkt vollzieht nach den gesetzlichen Lockerungen gerade einen massiven Schritt in Richtung BtoB Professionalisierung.
00:17:58: Wir sehen hier den Aufbau ernst zunehmender Handelsstrukturen, Lieferketten und Qualitätsstandards.
00:18:03: Das ist ein exzellenter Beleg für die Agilität dieses gesamter Markttumfeldes.
00:18:08: Wissen Sie?
00:18:09: Wenn wir all diese losen Fäden unserer Analyse nun mal zusammenziehen, Wir sehen die Bedrohung durch die Prohibition in Frankreich.
00:18:17: Wir sehen fast fünfzig Prozent illegale Vapes in Deutschland.
00:18:22: Richtig!
00:18:22: Wir sehen das Schwächeln der Arbeitsmarktbarometer des IAB und die Insolvenzen beim DIHK Und gleichzeitig – und das ist das Spannende – beobachten wie die Unternehmensgruppe Dr.
00:18:34: Eckert Millionen in helle Bahnhofsshops investiert und wie die Rauchkultur Seiler mit Walk-in Tastings Kundschaft aus dem Ausland anlockt.
00:18:43: Ja, das führt mich zu einer entscheidenden vielleicht auch etwas unbequem Frage an Sie, liebe Händlerinnen und Händlern!
00:18:50: Erleben wir gerade das unwiderrufliche Ende des reinen Verkäufers?
00:18:54: Wird der Wandel den wir hier heute dokumentiert haben von einer optionalen Luxusstrategie zur zwingenden Voraussetzung für das wirtschaftliche Überleben?
00:19:03: Die Quellenlage legt diesen Schluss sehr nahe – ja Wer in Zukunft bestehen will, muss aufhören lediglich den Bedarf an Nikotin zu decken.
00:19:11: Sie müssen zu Kuratoren von echten Genussmomenten werden und das ist die politische Dimension ihrer Arbeit – sie müssen sich als unverzichtbares Bollwerk des legalen Marktes positionieren.
00:19:24: Absolut!
00:19:25: Sie sind diejenigen, die den Jugendschutz an der Ladentheke physisch garantieren und den Schwarzmarkt aktiv zurückdrängen.
00:19:32: Das ist einfach ihr stärkstes Argument gegenüber der Politik und Ihr größter Wettbewerbsvorteil gegenüber dem illegalen Handel.
00:19:39: Eine gewaltige Aufgabe, aber die Beispiele aus der heutigen Analyse beweisen ja dass die Werkzeuge für diesen Erfolg längst auf den Tisch liegen!
00:19:48: Wir müssen sie nur nutzen – das war der Tabak-Flash für heute.
00:19:52: Alle Details lesen Sie in der DTZ Die Tabakzeitung Ausgabe Nr.
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